Touch-Steuerung ist über die Jahre deutlich besser geworden, und trotzdem liegt bei vielen ein Controller in der Schublade neben dem Fernseher. Ein echter Stick und echte Tasten bringen Präzision, Komfort und freie Sicht auf den Bildschirm. Die gute Nachricht: Derselbe PlayStation- oder Xbox-Controller, den du schon besitzt, funktioniert auch mit iPhone, iPad und Mac, und die Einrichtung dauert nur einen Moment.
Dieser Ratgeber zeigt, welche Controller funktionieren, wie du sie Schritt für Schritt koppelst, wie du ohne Umstände zwischen Touch und Controller wechselst und welche kleinen Gewohnheiten längere Sessions angenehmer machen. Nebenbei zeigen wir, was ein Controller in drei unserer eigenen Spiele verändert.
Nicht jedes Spiel profitiert von einem Controller. Ein Puzzle- oder Kartenspiel spielt sich meist besser mit dem Finger auf dem Display. Schnelle Action- und Rennspiele sind anders, und das hat drei praktische Gründe.
Ein virtueller Joystick hat keine Ränder. Dein Daumen rutscht ein wenig aus der Mitte, die Figur driftet mit, und du merkst es erst, wenn dich etwas trifft. Ein echter Stick springt jedes Mal in die Mitte zurück, wenn du loslässt, und du spürst genau, wie weit du ihn gedrückt hast. In einem Horde-Spiel, in dem das Überleben davon abhängt, durch eine Lücke zwischen den Gegnern zu schlüpfen, oder in einem Rennspiel, in dem eine Kurve eine saubere Linie belohnt, ist dieses fühlbare Feedback viel wert.
Auf dem Smartphone liegen deine Daumen genau auf dem Teil des Bildschirms, den du im Blick behalten musst. Gegner tauchen unter deinen Fingerknöcheln auf, und der Rand der Strecke verschwindet hinter deiner Hand. Mit einem Controller ist jederzeit der ganze Bildschirm zu sehen. Das zählt vor allem auf dem iPhone, wo jeder Zentimeter Display wichtig ist.
Ein Smartphone mit beiden Händen hochzuhalten und dabei auf Glas zu tippen, ermüdet die Handgelenke. Mit einem Controller kannst du dich zurücklehnen, die Arme ablegen und den Bildschirm in angenehmem Abstand auf einen Ständer oder Tisch stellen. Viele Spieler merken, dass ihnen gegen Ende eines Runs weniger Fehler passieren, einfach weil sie nicht verkrampft sind.
Drei Arten von Controllern funktionieren gut mit iPhone, iPad und Mac:
Auch der DualShock 4 der PlayStation 4 lässt sich mit Apple-Geräten koppeln, ist inzwischen aber ein älteres Modell. Wenn du einen Controller speziell für dein iPhone oder iPad kaufst, bist du mit einer der oben genannten Optionen auf der sicheren Seite.
Ab dann verbindet ein Druck auf die PS-Taste den Controller wieder mit dem Gerät, mit dem er zuletzt gekoppelt war, solange dort Bluetooth eingeschaltet ist.
Bei Blue Flame Games haben wir drei unserer Spiele mit vollständiger Controller-Unterstützung ausgestattet: Bellgrave, Bellgrave Holdout und Nitro Metro. Alle drei folgen demselben Ansatz – wer eines kennt, findet sich in den anderen sofort zurecht.
| Spiel | Genre | Am besten auf | Was der Controller macht |
|---|---|---|---|
| Bellgrave | Düsteres 3D-Action-Roguelite und Horde-Survivor | iPhone, iPad und Mac | Stick oder Steuerkreuz bewegt den Jäger, die Waffen feuern von selbst, eine Taste zum Ausweichen |
| Bellgrave Holdout | Horde-Ego-Shooter in der Welt von Bellgrave | iPhone und iPad, im Querformat | Bewegen mit dem Stick, die üblichen Tasten für Aktionen, Options für Pause |
| Nitro Metro | Arcade-Straßenrennen | iPhone und iPad | Lenken mit dem Stick, die üblichen Tasten für Aktionen, Options für Pause |
Bellgrave ist am schnellsten gelernt, denn deine Waffen feuern automatisch. Deine Aufgabe ist es, dich zu bewegen, gut zu positionieren und auszuweichen.
| Aktion | DualSense | Xbox |
|---|---|---|
| Jäger bewegen | Linker Stick oder Steuerkreuz | Linker Stick oder Steuerkreuz |
| Phase Step (Ausweichen) | Cross (oder R1 / R2) | A (oder RB / RT) |
| Pause | Options | Menu |
| Auswählen in Menüs | Cross | A |
| Zurück in Menüs | Circle | B |
Dass das Ausweichen sowohl auf den Schultertasten als auch auf der Aktionstaste liegt, ist Absicht. Manche lassen den rechten Daumen lieber ruhen, andere ziehen im letzten Moment lieber einen Trigger. Beides funktioniert.
In allen drei Spielen lässt sich jedes Menü mit dem Controller bedienen. Der ausgewählte Eintrag ist deutlich hervorgehoben, damit du immer weißt, wo du bist, und die Tastenhinweise auf dem Bildschirm passen zum verbundenen Controller: PlayStation-Symbole beim DualSense, Buchstaben beim Xbox-Controller. Du musst nie überlegen, welche Taste mit „Drücke A“ auf deinem Controller gemeint ist.
Unterstützte Controller vibrieren in den großen Momenten, sodass du einen anrückenden Boss oder einen schweren Treffer spürst, ohne den Blick vom Geschehen zu nehmen. Und wenn die Verbindung zum Controller mitten im Run abbricht, weil der Akku leer ist oder jemand damit weggeht, pausiert das Spiel sofort, statt deine Figur mitten im Kampf stehen zu lassen.
Du musst dich nicht für immer auf eine Eingabemethode festlegen. Die Touch-Steuerung funktioniert weiter, während ein Controller verbunden ist, und sobald du den Bildschirm berührst, wechselt das Spiel sofort zurück zur Touch-Steuerung. Leg den Controller weg, um eine Nachricht zu beantworten, nimm das Smartphone in die Hand und spiel mit den Daumen weiter – und greif wieder zum Controller, wenn du dich zurücklehnst. Keine Einstellung, kein Menü.
Das ist auch praktisch, wenn ihr euch ein Gerät teilt. Eine Person spielt im Zug per Touch, eine andere spielt dasselbe Spiel zu Hause mit Controller, ohne dass irgendjemand etwas umstellen muss.
Kabellose Controller warnen selten deutlich, bevor der Akku leer ist. Lade deinen nach einer langen Session auf und leg ein USB-C-Kabel dorthin, wo du spielst. Auf iPhone und iPad zeigt das Batterien-Widget den Ladestand eines verbundenen Controllers an – ein schneller Check, bevor du einen langen Run startest.
Ein Controller hält immer nur eine aktive Verbindung. Wenn du deinen DualSense an einer PS5 oder deinen Xbox-Controller an einer Xbox nutzt, verbindet er sich beim nächsten Druck auf die Home-Taste meist wieder mit der Konsole. Wenn du ihn wieder am Smartphone oder Tablet nutzen willst, versetz ihn erneut in den Kopplungsmodus und wähle ihn in den Bluetooth-Einstellungen aus. Für den Weg zurück zur Konsole ist ein Kabel oft der schnellste Weg.
Am iPhone macht ein Smartphone-Clip, der oben am Controller befestigt wird, das Ganze zu einem kompakten Handheld. Wähle einen, der fest hält und sich neigen lässt, damit du nicht steil nach unten schauen musst. Wenn du deinen Händen das Gewicht ersparen willst, tut es ein einfacher Tischständer genauso gut, vor allem bei längeren Sessions.
Ein iPad auf einem Ständer oder in einer aufklappbaren Hülle auf Armlänge ist eine der bequemsten Arten zu spielen. Der Bildschirm ist groß genug, um jedes Detail eines vollen Gefechts oder eines engen Stadtkurses zu erkennen, und deine Hände liegen entspannt im Schoß. Spiele im Querformat wie Bellgrave Holdout passen besonders gut zu diesem Aufbau.
Bellgrave läuft auch auf dem Mac, wo ein Controller bei einem Spiel, in dem sich alles um Bewegung und Ausweichen dreht, oft angenehmer ist als die Tastatur. Die Kopplung erfolgt in Systemeinstellungen → Bluetooth, genau wie auf dem iPhone.
Bluetooth braucht sehr wenig Strom, aber lange Spielsessions leeren trotzdem den iPhone-Akku. Wenn du länger spielen willst, häng das Smartphone ans Ladegerät oder starte mit gut gefülltem Akku.
Ein Controller ist eines der einfachsten Upgrades für das Spielen auf Mobilgeräten. Wer eine Konsole besitzt, hat wahrscheinlich schon einen im Haus; die Kopplung dauert einen Moment, und schnelle Action- und Rennspiele fühlen sich danach spürbar anders an. Unsere Spiele sind so gebaut wie alle unsere Apps: keine Accounts, und alles bleibt auf deinem Gerät. Controller verbinden, Spiel auswählen, losspielen.