Das Bloomberg Terminal kostet 30.000 Dollar pro Jahr. Für professionelle Fondsmanager ist das eine Kleinigkeit. Für Privatanleger, die ihre eigene Recherche durchführen, ist es absurd. Die gute Nachricht: Das meiste, was Bloomberg bietet, ist anderswo verfügbar – wenn man weiß, wo man suchen muss.
Es gibt keinen Mangel an Finanzdaten im Internet. Yahoo Finance, Google Finance, Finviz und Dutzende andere liefern kostenlos Aktienkurse und Basiskennzahlen. Das Problem ist nicht der Zugang – es ist das Vertrauen.
Wenn man ein KGV auf Yahoo Finance sieht – weiß man, ob es nachlaufend oder vorwärtsblickend ist? Welche Quartalserträge werden verwendet? Wird die Marktkapitalisierung auf Basis verwässerter oder einfacher Aktien berechnet? Die meisten kostenlosen Tools sagen es einem nicht. Man trifft Anlageentscheidungen auf der Grundlage von Zahlen ohne Quellenangabe.
Der eigentliche Wert von Bloomberg liegt nicht in den Daten selbst – sondern in der Quellenangabe. Jeder Datenpunkt verlinkt zurück auf die Einreichung, den Bericht oder den Datensatz, aus dem er stammt. Man kann alles verifizieren. Dafür zahlen professionelle Anleger: die Gewissheit, dass die Zahlen stimmen.
| Tool | Am besten für | Einschränkung |
|---|---|---|
| SEC EDGAR | Rohe Einreichungen (10-K, 10-Q, 8-K) | Nicht benutzerfreundlich, keine Analysen |
| FRED | Wirtschaftsdaten (BIP, VPI, Zinsen) | US-fokussiert, keine Aktiendaten |
| Finviz | Aktien-Screening | Keine Quellenlinks, nur Web |
| Koyfin | Fundamentaldaten + Charting | Kostenloses Tier ist eingeschränkt |
| OpenBB | Entwicklerorientiertes Terminal | Erfordert Python-Kenntnisse |
Das fehlende Element bei all diesen Tools ist Quelltransparenz. Woher kommt diese Zahl? Welche Einreichung? Welche Zeile? Wenn man eine bedeutende Anlageentscheidung trifft, reicht „Yahoo Finance hat es gesagt" nicht aus.
Ob man Kanesh verwendet oder einen eigenen Stack aufbaut – hier ist ein solider Recherche-Workflow:
Man braucht Bloomberg nicht, um Aktien richtig zu recherchieren. Man braucht verifizierbare Daten. Das Gefährlichste beim Investieren ist nicht fehlende Information – es ist das Handeln auf Basis von Informationen, die man für richtig hielt, aber nie überprüft hat.